16 Jan

Aktualisierte Data Citation Guidelines für geowissenschaftliche Daten

Bereits im Sommer 2019 veröffentlichten die Earth Science Information Partners (ESIP) aktualisierte Richtlinien zur Datenzitierung und neue Richtlinien zur Zitierung von Software und Diensten für die geowissenschaftliche Gemeinschaft. Link.

Die Data Citation Guidelines enthalten Empfehlungen in erster Linie für geowissenschaftliche data stewards, aber auch für Wissenschaftler*innen, um ein Datenzitat zu erstellen, das von Menschen lesbar und für den Computer auflösbar und umsetzbar ist. Dies ist relevant, da Repositorien Zitationsinformationen für jeden ihrer Datensätze bereitstellen und diese Zitate der Gemeinschaft über gemeinsame Systeme wie DataCite und CrossRef zur Verfügung stellen sollten.

Die ESIP Data Citation Guidelines wurden aktualisiert und enthalten nun Empfehlungen, die der Komplexität moderner Daten Rechnung tragen und einen präzisen Zugriff auf diese Daten im Laufe der Zeit gewährleisten. Zu den Schlüsselelementen gehören:

  • Auflösbare Persistent Identifier statt URLs, um die Möglichkeit zu bieten, über Jahrzehnte auf die Daten zuzugreifen.
  • Machine Readable Citations, die es Maschinen ermöglichen, auf die Ressource zuzugreifen und sie zu interpretieren.
  • Mikro-Zitate, die sich auf die spezifischen Daten beziehen, die in großen Datensätzen verwendet werden.
  • Daten- und Zeitzugriffs-Zitierungen für dynamische Daten.

Als Referenz wird in einem Anhang ein Mapping jedes dieser Konzepte auf mehrere gebräuchliche Metadatenstandards  gegeben.

Diese Richtlinien sind auf die Geowissenschaften zugeschnitten, aber sie basieren auf anerkannten Leitlinien von Datenwissenschaftler*innen, Forschungsgemeinschaften und internationalen Standardisierungsorganisationen, insbesondere der Joint Declaration of Data Citation Principles.

09 Jan

Springer Nature und Projekt DEAL unterzeichnen Open Access-Transformationsvertrag

Springer Nature und die MPDL Services GmbH, im Namen von Projekt DEAL, haben den Vertrag für die bisher weltweit größte Open Access-Vereinbarung unterzeichnet.

Durch den Vertrag können Autor*innen der mehr als 700 teilnahmeberechtigten deutschen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen rückwirkend zum 1. Januar 2020 ihre Manuskripte in Springer Nature Hybrid- oder reinen Open-Access-Zeitschriften veröffentlichen. Im Rahmen der Vereinbarung werden jährlich weit über 13.000 Open-Access-Artikel von deutschen Forschenden erwartet.

Für jeden veröffentlichten Artikel in einer der 1.900 Hybrid-Zeitschriften fällt eine „Publish and Read (PAR)“-Gebühr von 2.750 € an, die zentral abgerechnet wird. Dabei ist wichtig zu wissen: die PAR Gebühr ist nicht mit einer marktüblichen article processing charge (APC) gleichzusetzen. Sie umfasst auch Kosten für den lesenden Zugriff auf das (fast) komplette Portfolio an Subskriptionszeitschriften des Verlags (siehe unten).

Teil des Vertrags sind darüber hinaus Rabatte auf die article processing charges bei fast allen reinen Open-Access-Zeitschriften des Verlags (ab 1. August 2020). Die Abwicklung dieser Veröffentlichungen wird zukünftig ebenfalls zentral geregelt.

Mit dem Vertrag erhalten die teilnehmenden Einrichtungen umfangreichen Lesezugriff auf die Zeitschriften-Inhalte von Springer, Palgrave, Adis und Macmillan. Allerdings sind Nature-Zeitschriften, Magazine (z.B. Scientific American, Spektrum der Wissenschaft) und technische Fachzeitschriften (z.B. ATZ, MTZ) nicht im Vertrag enthalten.

Text verändert aus der Pressemitteilung zur Vertragsunterzeichnung.

Siehe auch: Wesentliche Eckpunkte des DEAL-Springer Nature-Vertrages